Therapie – Konfrontation oder Provokation? Stop, ich will das nicht mehr.

Konfrontation oder Provokation?

Meine Therapie jagt mich derzeit durch sehr dunkle Täler. Ich bin an der Stelle, wo ich sage, so geht es nicht weiter. Ich brauche Klarheit und Richtung.

 

Ich verstehe derzeit überhaupt nicht, was das Ganze soll und wohin es führen soll. Eine Konfrontation jagt die andere. Oder Provokation? Keine Ahnung.

 

Was ich weiß, dass es mir derzeit so schlecht geht, wie schon lange nicht mehr. Ich bin nach der Therapie für ca. 3 Tage völlig aus dem Leben, mein Kopf hat völlig Pause. Alle Schutzmechanismen laufen auf Hochtouren. Dann kommen Tage an denen ich mich so einigermaßen rappel. Aber Antrieb und Aktivität laufen auf Notstrom. Dienstags = Therapietag funktioniere ich wieder. Dann fängt der Mist von vorn an.  

 

Begonnen hat alles mit Therapiestunden nach einem, für mich wundervollen, Wochenende an dem ich 2 Tage wandern war. An dem ich die Himmelsleiter erklommen habe und das Leben wieder gespürt habe. Ja, danach kamen Tage die nicht so gut liefen. Wie immer. Dann pegelten sich meine Tage wieder ein. Meine Therapeutin holte mich von der Himmelsleiter, hart. Seit her bin ich nicht mehr im Tritt.

 

„So können sie nicht weiter machen. So werden sie nie gesund. … Sie haben die Verantwortung dafür, wie es ihnen geht. … Akzeptieren sie, dass sie krank sind und nicht mehr alles können. … 2 Therapiestunden rieben wir uns und ich glaubte verstanden zu haben, was sie damit meinte. Scheinbar aber nun doch nicht.

 

Ich weiß es nicht mehr.

 

Therapie ist kein Kuschelkurs

In den letzten Therapiestunden arbeitete ich in jeder Stunde an einem neuen harten Thema, dass heißt es hagelte harte Erkenntnisse. Nicht eine. Nein jede Stunde eine andere, neue für mich. „Therapie ist kein Kuschelkurs“, sicher nicht. Therapie ist harte Arbeit. Therapie darf aber nicht so weit gehen, dass ich den Glauben an mich selbst wieder völlig verliere und kurz davor bin durchzudrehen.

 

Auf der einen Seite, soll ich akzeptieren dass ich krank bin und mit meinen Beeinträchtigungen leben kann, langsam gehen und Pause machen. Auf der anderen Seite haut mir, die Therapiestunde eine harte Erkenntnis nach der anderen, um die Ohren. Das geht mir viel zu schnell. Immer wenn ich denke, ich habe es verstanden, Peng kam das nächste. Vielleicht gebe ich den Grund dafür. Erzähle ich Dinge, die nur zeigen, wie verantwortungslos und ignorant ich gegenüber mir selbst bin?

 

Ich weiß es nicht.

 

Stop, ich kann nicht mehr

Ich weiß, im Moment nur, dass meine Angst immer größer wird, dass ich mich hilflos, unverstanden und völlig überfordert fühle. Soll das so sein? So sein, damit ich endlich genau diese Dinge ausspreche bzw. anspreche?

 

Damit ich endlich selbst sage:

 

STOP,

  • das will ich nicht.
  • so geht es nicht.
  • ich will das Thema bearbeiten.
  • das bin ich nicht!

Soll ich widersprechen? Soll ich mich wehren? Ich habe keine Ahnung.

 

Was ich weiß, so wie es derzeit läuft, kann ich es nicht aushalten. Es wirft mich zurück, bremst mich aus und macht mich handlungsunfähig. Meine alten Glaubensmuster fühlen sich wieder bestätigt und jagen mich. Ich bin sehr nahe daran aufzugeben, alles aufzugeben. Ich bin wieder hart zu mir selbst und kann es nicht steuern. Ich versuche es, aber es gelingt mir nicht. 

 

Irgendwas triggert sie derart, dass ihr Schutzmechanismus aufgerufen wird, sagte meine Therapeutin, nach meinem ersten Absturz. Mein Schutzmechanismus nimmt mich aus dem Leben. Darauf habe ich keine Lust mehr. Jedenfalls nicht in derart wie es derzeit, nach jeder Therapiestunde, passiert. Ich will nicht mehr diese handlungsunfähigen schwarzen Tage und es ist mir zu gefährlich. Ich bin froh, nur noch minimal Dissoziationen und Selbstmordgedanken zu haben und ich möchte diese nicht provozieren oder provozieren lassen.

 

 

Ich habe keinen Therapiestillstand. Ich bin rückwärts gegangen, ein ganzes Stück.

 

Doch ich kann es steuern. Ich habe keine Lust auf Opfer.

 

Egal wie es geschieht. Egal ob es Ziel der Therapeutin war oder nicht. Ich denke ich übernehme für mich Verantwortung, wenn ich hier und an dieser Stelle STOP sage.

  

 Stop, ich will das nicht mehr.


Ich freue mich über dein Interesse an meinem Blog. Gern kannst du einen Gruß oder deine Gedanken dazu hier lassen. Liebe Grüße Heike

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