Dramatherapie - Die 12 Monate

31.12.2018 Dramatherapie - Die 12 Monate

Auf diese Therapiestunde hatte ich mich schon gefreut. Sie ist mir in so guter Erinnerung, dass ich frohen Mutes zur Therapie ging. Heute war die Gruppe sehr groß, da es ein freies Angebot war. 

Zu meiner Überraschung nahm auch meine ambulante Therapeutin teil. Das war für mich irgendwie toll und hat mein Vertrauen in sie, glaube ich verstärkt. 

 

In der Einführungsrunde, wie bin ich heute da, was trage ich in mir, sagte ich dann auch, dass ich mich freute dabei zu sein, meine Erinnerungen nur positiv sind und ich schon gespannt auf die thematische Arbeit bin. 

Heute, am letzten Tag des Jahres, sollten keine schweren Themen angefasst werden. Es wurde ein Ressourcen bezogenes Thema. Dazu las die Therapeutin eine sehr verkürzte Fassung von "Zwölf mit der Post" von H.C. Andersen. "Wenn ein Jahr verstrichen ist, werde ich dir sagen, was die zwölf uns allen gebracht haben. Jetzt weiß ich es noch nicht, und sie wissen es wohl selbst nicht - denn es ist eine seltsam unruhige Zeit, in der wir leben" (Zitat aus der Geschichte), war dann die Überleitung zu unserer ersten Aufgabe.

 

Gibt es einen Lieblingsmonat im Jahr? Nehmen sie einen Gegenstand und legen sie diesen in unsere Jahresuhr. Die Reihe ging rum. Bis auf den September wurde jeder Monat belegt. Da, bevor ich dran war, der März und August schon benannt waren, wählte ich den Mai (Himmelfahrt). Mai, der Monat in dem ich warmes und kaltes Wetter, glatte und grollende See erleben kann. Manchmal so gar große Hitze oder Schnee. Das Meer zeigt seine wunderschönen Facetten und die Wolken spiegeln dazu.

 

Gedächtnisprotokoll (erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit)

Januar: Frost und Schnee, wenn die Welt weiß ist scheint sie hell und friedlich, Ruhe zieht ein.

Februar: Frost und Schnee, Skifahren, Schneewanderungen

März: Matschepampe, das erste Grün, die ersten dünnen grünen Halme.

April: Erste Farbtupfer die Osterglocken, leuchten oft im Schnee. Schnee beschützt die Saat. 

Mai: Urlaub am Meer. Das Meer zeigt sich mal glatt wie ein Spiegel, mal grollend im Sturm, manchmal sogar noch Schnee und Eis. Natur pur.

Juni: Zwischen den Jahreszeiten. Alles ist möglich. Tolle Motoradfahrten - unten im Tal ist es noch kalt, oben auf dem Berg in der Sonne ist es warm.

Juli: Warm, Sonne pur, Baden gehen, lange kuschelige Abend am Feuer mit Freunden

August: Garten voller Blumen und Früchte. Alles im Überfluss an Obst und Gemüse, was ich dann auch teilweise verschenke.

September: Eicheln und Kastanien fallen von den Bäumen, es ist oft noch warm, eine schöne Urlaubszeit (Ergänzung)

Oktober: Das Laub wird bunt und fällt von den Bäumen, schöne Farben 

November: Ich liebe das stürmische Wetter. Den scharfen Wind, wenn der Regen peitscht, die Natur von ihrer rauhen Seite

Dezember: Ich liebe diesen Monat mit seinem Licht, seiner Wärme, mit Kerzenlichtabenden, besinnlicher Musik

  

Im nächsten Schritt, galt es dann die Monate abzulaufen, sich zu erinnern was zum jeweiligen Bild gesagt wurde. Als ich am August vorbei war, musste ich meinen Skill die Eichel-Schale (die ich ja immer in der Hand hatte) zum leeren September legen. 

 

 Darauf folgend sollten wir dann ein Bild/Monat wählen, dass uns auf Grund der Erzählung nun gefiel. Ich wählte ganz selbstverständlich, den nun veränderten September.

 

Natürlich wurde nun nachgefragt, warum wir dort standen. Meine Begründung. Weil er auch ein toller Urlaubsmonat ist, war meine erste Reaktion. Ich konnte, vielleicht war es mein Perfektionismus den September nicht ohne Bild zu lassen. Meine Eichel passte sehr gut in den September, da ja Kastanien und Eicheln in diesem Monat von den Bäumen fallen. 

 

Die letzte Aufgabe "überlegen sie sich, was sie sich 2019 für einen Tag in diesem Monat vornehmen". Da hatte ich echt Glück, lach. Ich wählte den 18. Geburtstag von Enkelkind Lea. Großer Tag, Geschenke, in der Natur sein und feiern.

 

Die Stunde war schnell um. Ehe ich in der Schlussrunde sagen konnte, wie gut sie mir getan hatte, nahm mir X. meine Worte aus dem Mund. Sie freute sich für mich, dass ich so ruhig in der Stunde war. Ja, ich hatte auf einem Ball gesessen, damit waren meine Beine still. Ich fühlte Ruhe und Frieden in mir, trotz der großen Gruppe. Dafür bin ich sehr dankbar.  

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