Wenn der Alltag, mit all seinen Einflüssen, dir die Kraft raubt. Du mit dem politischen Theaterspiel nicht mehr klar kommst, muss es raus.

Psychisch Krank - Politikwahnsinn - Aufstehen

Ich bin psychisch krank. Ich bin ein Mensch, der Themen des Alltags und darüber hinaus die Themen der Politik, die über mir ausgeschüttet werden, nicht von sich weg halten kann. Sie dringen in mich und fördern Gedankenkreisel, die mir die Kraft für meinen Alltag rauben. Ich weiß, ich kann diese Dinge nicht ändern, aber ich habe noch keinen Weg gefunden, sie weit weg von mir zu halten und ihnen gleichgültig (in meinen Augen) gegenüber zu stehen.

 

"Sie haben nur eine einzige wichtige Aufgabe, die jeden Gedanken lohnt, ICH SEIN! -- sagt meine Therapeutin. Sie brauchen alle Kraft für SICH SELBST! Sie können die Welt nicht retten, aber sich selbst"

 

Wenn ich mich stabilisieren will,

Wenn es mir irgendwann wirklich gut gehen soll,

Wenn ich meinen Alltag meistern möchte,

Wenn ich mit Michael und meiner Familie irgendwann ein unbeschwertes Leben führen möchte, 

dann muss ich mich zurück ziehen. Zurück ziehen aus der medialen politischen Welt.

 

Alte Verhaltensweisen und Glaubenssätze, lassen mich hadern und verhindern ein zurückziehen noch. Ich bin krank! Ich bin in der normalen Welt nicht mehr aktiv. Ich stehe nicht mehr in Arbeit, brauche keine sozialen Projekte mehr betreuen oder aufbauen, ich bin EU-RENTNERIN und kann nicht mehr alles leisten, was "normal" ist. Ich bin krank! Ich bin beeinträchtigt! Ich kann auf alle Informationen, die mir nicht gut tun, verzichten. ICH DARF DAS!

 

Also warum lasse ich es zu, dass genau diese Informationen, mir das Leben schwer machen, mich unter Druck setzen, mich triggern, meine Gedankenkreisel rotieren lassen, meine Angst verstärken und mir den Glauben an gute Menschen weiter zerstört. Ich bin nicht GLEICHGÜLTIG gegenüber diesen Themen. Es ist NICHT , den Kopf in den Sand stecken (weglaufen). Diese Themen verstärken und verlängern meine psychischen Beeinträchtigungen, sie behindern mich.  Sie von mir fern zu halten ist SELBSTSCHUTZ und SELBSTFÜRSORGE!

 

Mein Skill, ist das Schreiben. Über das Schreiben, kann ich meine Gedankenstrudel besänftigen. Ich hoffe ich kann dies auch, wenn es um die politischen Themen geht, die mir derzeit den Verstand rauben. Dies wird jetzt keine politische Seite, doch ich stehe zu meinen Denkweisen und politischen Ansichten. Es gibt aber derzeit zwei Dinge, die ich einfach loswerden muss, in der Hoffnung, dass ich sie endlich loswerde und mich meinen wichtigeren Themen zuwenden kann. Denn diese brauchen all meine Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Kraft.


Aufstehen! Und dann? - Mein 1. Gedankenkarussell-Dilemma

Dann stehe ich da und nichts passiert. Wieder eine Bewegung in der endlos geredet wird, endlos irgendwelche Parolen in die Welt gehauen werden, sich Menschen gegenseitig attackieren und doch nur irgendwo rumstehen. Da lohnt sich das aufstehen nicht.

 

Da bleibe ich lieber sitzen.

 

In jedem Bundesland, in viele Städten schießen Bündnisse gegen Rechts aus dem Boden, egal wie sie gerade heißen. Aber nirgends entstehen Bündnisse für soziale Gerechtigkeit. Bündnisse die Parteiübergreifend wirklich Demokratie leben und sich den Menschen zu wenden. So lange das so bleibt, haben wir in Deutschland keinerlei Alternative. Nein, auch die Linke ist keine Alternative. Wenn „Aufstehen“ eine Aktion ist, die die Partei „Die Linke“ stärken soll, dann ist diese Aktion weder demokratisch noch sinnvoll oder Menschen-zugewandt.

Warum ist „Die Linke“ keine wirkliche Alternative, insbesondere nicht in den neuen Bundesländern? Weil sie ganz viele von alten unverbesserlichen roten Socken in ihren Reihen vereint, die nichts aber auch gar nichts gelernt haben. Gerade in den ländlichen und kleinen Orten kennt jeder Jeden. Dort haben wir hart erlebt, wohin die alten Seilschaften geflüchtet sind und bis heute im Trockenen sitzen. Die, die immer mit dem Finger auf andere gezeigt haben, die andere in ihre Weltordnung gedrückt haben oder die selbst ihre Kinder erdrückt haben. Sie sind in der Linken zu finden und es sind nicht wenige.

CSU, haha da sind viele von den Wendehälsen vereint, die als rote Socken, schnell das Ufer gewechselt haben und die Fahne geschwenkt haben „Ich bin getauft und christlich“ oder die auch in DDR-Zeiten ihren Glauben missbraucht haben, um gerade Kinder ohne Konfession zu diskrimminieren. Also wo bitte liegt die Alternative?

Bei Grün? Oh mein Gott, die wissen ja selbst oft nicht, wovon sie reden und sind aus den grünen Schuhen längst heraus gewachsen.

 

Diese Politik hat es geschafft, alle Alternativen zu zerstören, weil es nur noch das Flüchtlingsthema und die Schubladen rechts und links gibt. Gnadenlos.

 

Für mich stellt sich die derzeitige Situation so dar. Es gibt ein Kotzthema Flüchtlinge und ein Kotzthema Rechts, was geleiert wird, bis zum umfallen. Niemand schaut nach den Menschen und schon gar keiner hört diesen auch zu, geschweige denn, nimmt sie ernst.

Erst die Politik und die Medien haben aus einem wilden Pegidahaufen, eine Gefahr gemacht und ihn größer gemacht, als er war und damit den gut genährten Mutterboden für die AfD bereitet. Nein, niemand hat zugehört. Nein, niemand hat den Frust, die Wut der Menschen gesehen und verstanden. Damit haben es die rechten Gruppierungen leicht gehabt, sich zu profelieren und viele dieser Menschen an sich zu binden. All diese Menschen wurden in einen Sack gesteckt und verurteilt, mehr nicht. Es wurde auf die Menschen draufgehauen, mit dem Finger auf sie gezeigt und getönt: oh Gott, was wollen denn bloss diese dummen Ossis.

Davon haben, nicht nur, die Menschen bei Pegida und Co die Nase gestrichen voll.

Vielleicht sind die dummen Ossis etwas lauter, weil sie Angst haben, genau da zu landen, wo sie schon einmal waren. Vielleicht haben, genau sie, den Mut auf die Straße zu gehen, weil sie schon einmal eine Regierung gestürzt haben. Vielleicht haben genau diese Menschen einfach nur Angst davor, dass es in ihren Städten solche Clanviertel gibt, wie sie es in den alten Bundesländern gibt und die klar zeigen, dass schon die ersten Intergrationsprojekte niemals funktioniert haben. Warum können Familienangehörigen und damit ihre Nachkommen kein deutsch, obwohl sie nun schon 50 Jahre in Deutschland leben? Darüber hinaus sind die Übergriffe, auf Grund der Verfehlten Flüchtlingspolitik, täglich – ja täglich in den Medien zu lesen. Nein, es ist zu einfach, alle Menschen nach rechts zu drücken und politisch sowie medial nichts zu verändern. Ja, Menschen gehen genau dorthin, wo sich verstanden fühlen und das nutzen Pegida, AfD und Co gnadenlos aus. In den alten Bundesländern haben sie noch! Angst, daher tönen sie um so lauter in den neuen Bundesländern.

 

Das die Luft gehörig brennt, ist Jedem klar. Selbst mir, reißt die Geduldsschnur. Das häßliche Resultat dieser verfehlten Politik und ihrer Mediengewaltherrschaft, ist die AfD. Mich wundert das nicht und sie wird jeden Tag stärker gemacht, von jedem einzelnen Politiker! Und dazu kommt die dumme Trotzreaktion, „Jetzt erst Recht“. Leider.

 

Eine wirkliche Alternative haben wir nur, wenn sich aus der Aktion „Aufstehen“ oder unabhängig davon, ein Bürgerbündnis für soziale Gerechtigkeit entwickelt, das konfessionell und parteiübergreifend, eine wählbare Alternative wird, die den Menschen zuhört, die endlich mehr soziale Gerechtigkeit im Alltag umsetzt, die aktiv in diese Politik der alten Sturköpfe und Wirtschaftslobbyisten eingreift, für die Menschen. Wenn Politik gemacht wird, in der dem Menschen zugehört wird. Wenn Politiker den Menschen zugewandt aktiv werden. Wirklich wissen wollen, was der Mensch denkt und sich mit seinen Gedanken auseinander setzen. Endlich wieder Politik für den „kleinen Mann“ gemacht wird, nicht für die Wirtschaftsbosse.

 

Das heißt nicht Schubladendenken, nicht Richtungsdenken und nicht Parteigelenktes Denken und Handeln. Und ja liebe Politiker, es gibt sehr viele Menschen, aller Generationen, Nationalitäten und Konfessionen, die ihren Kopf gern zum denken benutzen. Und ja, liebe Politiker sie sind in der Lage, in einer Demokratie, über endlich zugelassene Volksentscheide, Entscheidungen zu treffen. Sie sind es die Deutschland lieben und dem Land sein wirkliches Gesicht geben. Ihr seit es, die ihnen die das absprechen, weil ihr Angst habt. Angst vor Resultaten, die nicht eurem Denken entsprechen! Liebe Politiker (alle) ihr seit es, die diesen Frust oder Gleichgültigkeit und AfD und Co erzeugen und fördern.

 

Was nutzt mir also das „Aufstehen“, wenn sich nichts wirklich ändert. Gar nichts. Ich ziehe mich zurück und werde ich gleichgültig, um nicht im Frust unter zu gehen. Das Gefühl ist bekannt, aus alten DDR-Zeiten.

Liebe Sarah Wagenknecht, Sie haben „Aufstehen“ initiiert. Wenn Sie jetzt nicht den Arsch in der Hose haben und auch losgehen, dann ist diese Aktion auch nur heiße Luft. Sie haben die Wahl! Mit dem wirren und zerstrittenen Haufen der „Linken“ ist keine Politik zu machen. Ich glaube auch, das derzeit keine neue Partei die Menschen überzeugt. Ein wählbares Bürgerbündnis für soziale Gerechtigkeit findet sicher mehr Aufmerksamkeit und Wähler.


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